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Der Radlführer für die VAE und Oman
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600 km Länge, 3000 m Höhe, 50 km Breite - das sind die nackten Fakten des Hajar Gebirges, dass sich von der Meerenge von Hormus im Norden südwärts entlang des indischen Ozeans über die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman erstreckt.

Das Wort "Hajar" bedeutet übrigens "Fels" und gibt so schon einen ersten Hinweis darauf was einen erwartet, nämlich weitgehend vegetationslose Berge.

Dies liegt v.a. an dem mit durchschnittlich 300 mm sehr geringen Jahresniederschlag, der sich zudem noch, abgesehen von ein paar lokal sehr begrenzten Sommergewittern, auf ca. 10 Tage in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar verteilt, während die übrigen 9 Monate heiss und trocken bleiben.

Da aber das Kalkgestein des Gebirges, eines riesigen Schwammes gleich, die Regenfälle speichert und nach und nach, teilweise erst nach mehreren Jahren, abgibt, finden sich über das gesamte Gebirge verteilt Quellen unterschiedlicher Intensität und gewährleisten so eine ganzjährige Wasserspende, die als Trinkwasser, zur Mineralwasserabfüllung und für die Landwirtschaft genutzt wird.

Besonders im jahrhundertelang kultivierten Oman haben die Menschen bis zum heutigen Tage ein ausgeklügeltes System von Kanälen, sog. "Aflaj" (sing. "Falaj") errichtet, die zusammen mit genau festgelegten Abgabemengen für die einzelnen Bauern, dafür sorgen, dass das Wasser der Quellen optimal für das Gemeinwohl genutzt wird.

So finden sich überall in diesem auf den ersten Blick so kargen Hajargebirge herrlich grüne Oasen, kleine Wasserläufe und teilweise sogar Seen, die allesamt geradezu dazu einladen auf einer Mountainbiketour zur Rast und Erfrischung genutzt zu werden. 

Pausen finden so naturgemäss zumeist in solchen natürlichen Biotopen statt, wo man im Schatten der Dattelpalmen den zahlreichen Fröschen beim Quaken zuhören kann, wo einem die Orangen- und Zitrusfrüchte direkt in den Mund zu wachsen scheinen und man von asiatischen Fremdarbeitern, Einheimischen Erwachsenen und Kindern gleichermassen stets so gastfreundlich empfangen wird, dass dem einen oder anderen schon der Vergleich zum sprichwörtlichen Paradies in den Sinn gekommen ist.

Seien Sie sich dabei aber bitte immer der Kostbarkeit der Ressource Wasser in dieser trockenen Region bewusst, und verunreinigen Sie es auf keinen Fall mit mehr, als allenfalls mit Ihrem Bikerschweiss.

Für den Mountainbiker ergeben sich so unzählige wunderschöne Tourenmöglichkeiten, was auch die jedes Jahr steigende Anzahl organisierter Fahrradreisen in diese Region zeigt.

Man kann natürlich auch auf eigene Faust losfahren und seine Grenzen was Kondition und Technik angeht in den Hajr Mountains suchen, man sollte sich dabei aber dann jederzeit über die besonderen Ge-gebenheiten vor Ort bewusst sein.

Es existieren nämlich keine Karten des Gebirges, sodass man sich wahrhaft als Entdecker des Unbekannten fühlen kann.

Man ist aber dadurch auch sehr schnell auf sich allein gestellt.

Eine Bergrettung gibt es nicht, der Handyempfang ist wie in allen Gebirgen mitunter eingschränkt und die Bevölkerung spricht nicht immer Englisch.

Auch sind Fahrradwerkstätten, ja selbst -geschäfte Fehlanzeige und man sollte sowohl Ersatzmaterial wie die Fähigkeit zu einfachen Reparaturen selbst mitbringen.

Auch Verpflegung und v.a. Wasser sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden.

Beachtet man diese Hinweise, dann eröffnen sich dem Mountainbiker mit dem Hajargebirge eine sehr lohnenswerte und weitgehend unerschlossene Gebirgswelt, wo man abseits von Trubel und überlaufenen Strecken in meist totaler Einsamkeit und Ruhe mit dem Rad dem kalten mitteleuropäischen Winter entfliehen kann.

Lange Aufstiege, herrliche Ausblicke und traumhafte Abfahrten warten auf Sie; und damit Sie das Alles ohne Kartenmaterial finden, ist der Einsatz von GPS-Geräten eine sehr sinnvolle Angelegenheit in dieser Region.

Genauer gesagt, ist es auch aufgrund der mangelnden Beschilderung schlicht und einfach unerlässlich, falls man nicht mit einem ortskundigen Führer unterwegs ist.

So gerüstet steht der ein oder anderen MTB-Tour auch im fernen Hajargebirge nichts mehr im Wege und ich wünsche Allen dabei genausoviel Spass, wie ich und viele andere davor, ihn auch schon hatten!

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